Wermutkraut geschnitten

Wermutkraut geschnitten

Eines der bittersten Kräuter überhaupt
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Beschreibung

Der Wermut ist ein silbrig behaarter Korbblütler des Mittelmeerraums, der über Klostergärten in ganz Europa heimisch wurde. Seine fein zerteilten Blätter schimmern graugrün, und schon beim Vorbeigehen liegt sein herber Duft in der Luft.

Er gilt als eines der bittersten Kräuter überhaupt, und das hat Spuren in der Sprache hinterlassen: Der Wermutstropfen im Freudenbecher stammt aus dieser Erfahrung. Volksnamen wie Bitterer Beifuß, Heilbitter, Ölde, Schweizertee und Wurmkraut greifen sie ebenfalls auf. Der Wein, dem er seinen Namen gab, heißt bis heute Wermut, und im Absinth des 19. Jahrhunderts war er die Hauptzutat.

Der Geschmack ist ausgesprochen bitter mit einer würzig-aromatischen Tiefe und einer leicht kampferartigen Note. In der Küche gehört er zu fetten Braten wie Gans und Ente sowie in Wermutweine und Kräuterbitter. Geschnitten lässt er sich gut abseihen und dosieren.

<p><strong>Zubereitung als Tee:</strong> Einen knappen halben Teelöffel geschnittenes Kraut mit kochendem Wasser übergießen und höchstens fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen.</p>
<p><strong>Dosierung:</strong> Sehr sparsam. Wermut ist eines der bittersten Kräuter überhaupt, und längeres Ziehen macht den Aufguss kaum trinkbar. Nicht über längere Zeiträume verwenden.</p>

<p><strong>Hausgemachter Wermutwein:</strong> Das Kraut mit Orangenschale und Enzianwurzel in trockenem Weißwein ansetzen, zwei Wochen ziehen lassen, abseihen und leicht süßen.</p>
<p><strong>Kräuterbitter:</strong> Mit Tausendgüldenkraut und Kardobenediktenkraut in hochprozentigem Alkohol ansetzen und nach drei Wochen filtern.</p>
<p><strong>Zur Gans:</strong> Eine kleine Prise in die Bratenfüllung geben, das nimmt dem Fett die Schwere.</p>

<p>Wermut enthält von Natur aus Thujon. <strong>Verwende ihn nur sparsam, gelegentlich und nicht über längere Zeiträume</strong>, höchstens zwei bis drei Wochen am Stück. Größere Mengen und langer Gebrauch können zu Beschwerden führen.</p>
<p>In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern nicht verwenden. <strong>Bei Epilepsie nicht verwenden.</strong> Nicht anwenden bei Verschluss der Gallenwege sowie bei Magen- oder Darmgeschwüren. Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt anwenden.</p>
<p>Wermut gehört zu den Korbblütlern. Bei bekannter Allergie gegen Beifuß, Ambrosia, Kamille, Arnika oder andere Korbblütler kann es zu Kreuzreaktionen kommen. Nimmst du Arzneimittel ein, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.</p>

Artemisia absinthium L. (Absinthii herba conc.)

  • Echt-Wermut
  • Bitterer Beifuß
  • Alsem
  • Wurmkraut
  • Heilbitter
  • Schweizertee
  • Ölde

Kühl und trocken lagern. Am besten licht- und luftgeschützt in geeigneten Behältern wie schönen Dosen oder dunklen Gewürzgläsern.

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