Alantwurzel geschnitten

Alantwurzel geschnitten

würzig-bitter, aus dem Klostergarten
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Beschreibung

Der Echte Alant ist eine imposante Erscheinung: bis zu zwei Meter hoch, mit großen, filzig behaarten Blättern und leuchtend gelben Korbblüten, die an zerzauste Sonnenblumen erinnern. Ursprünglich aus Zentralasien stammend, kam er über die Klostergärten nach Mitteleuropa und ist heute vielerorts verwildert zu finden.

Verwendet wird der dicke, fleischige Wurzelstock, der im Herbst des zweiten oder dritten Jahres geerntet wird. Geschnitten zeigt er sich als hellbraunes, faseriges Material mit würzig-aromatischem Duft.

Der Artname helenium verweist auf Helena von Troja: Der Sage nach soll die Pflanze dort gewachsen sein, wo ihre Tränen die Erde berührten. In den mittelalterlichen Klostergärten gehörte Alant zum festen Bestand, und Karl der Große ließ ihn in der Landgüterverordnung ausdrücklich anbauen.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Wurzel kandiert als Süßware verkauft – der sogenannte Alantzucker.

<p><strong>Als Tee:</strong> Wurzelmaterial gibt seine Inhaltsstoffe langsam ab. Einen halben bis ganzen Teelöffel mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen, aufkochen und etwa zehn Minuten leise köcheln lassen. Anschließend abseihen.</p>
<p><strong>Geschmack:</strong> Der Aufguss ist deutlich bitter und würzig. Wer das mildern möchte, mischt Alant mit Anis, Fenchel oder Süßholz.</p>
<p><strong>Wie viel:</strong> Sparsam beginnen. Alant ist bitterstoffreich und setzt sich in Mischungen schnell durch.</p>
<p><strong>Als Räucherwerk:</strong> Eine kleine Prise auf durchgeglühter Räucherkohle – die Wurzel glimmt langsam mit warm-würzigem Duft.</p>

<p><strong>Milde Wurzelmischung:</strong> Ein Teil Alantwurzel, zwei Teile Anis und ein Teil Fenchel mischen und als Abkochung zubereiten – der Anis fängt die Bitterkeit ab.</p>
<p><strong>Alantzucker nach alter Art:</strong> Ein historisches Rezept: Die Wurzelstücke wurden mehrfach in Zuckersirup aufgekocht und getrocknet, bis sie kandiert waren.</p>

Inula helenium L. (Helenii rhizoma conc.)

  • Echter Alant
  • Helenenkraut
  • Darmwurz
  • Glockenwurz
  • Helenenalant
  • Brustalant
  • Odinskopf

Kühl und trocken lagern. Am besten licht- und luftgeschützt in geeigneten Behältern wie Dosen oder dunklen Gläsern.

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