Weidenrinde geschnitten

Weidenrinde geschnitten

Die Rinde aus der Geschichte der Salicylsäure
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Beschreibung

Die Silberweide ist ein heimischer Baum der Flussauen und Ufer und kann über zwanzig Meter hoch werden. Ihren Namen verdankt sie der silbrigen Behaarung der Blattunterseiten, die ganze Uferzeilen im Wind aufblitzen lässt.

Ihre Rinde hat einen festen Platz in der Wissenschaftsgeschichte. Sie enthält Salicin, aus dem im 19. Jahrhundert die Salicylsäure gewonnen wurde, und diese wiederum stand am Anfang eines der bekanntesten Arzneistoffe überhaupt. Der lateinische Gattungsname Salix steckt bis heute im Wort Salicylsäure. Volksnamen wie Fieberweide, Kamprinde und Knackrinde erinnern an die alte Nutzung, letzterer daran, dass sich die Rinde im Frühjahr leicht vom Holz lösen lässt.

Die geschnittene Rinde ist graubraun und faserig. Der Sud ist bräunlich und schmeckt herb und deutlich adstringierend, mit einer trockenen, leicht bitteren Note.

<p><strong>Zubereitung als Abkochung:</strong> Ein bis zwei Teelöffel geschnittene Rinde mit Wasser aufsetzen, aufkochen und zehn Minuten leicht köcheln lassen, dann abseihen. Ein reiner Aufguss löst aus der festen Rinde zu wenig heraus.</p>
<p><strong>Dosierung:</strong> Sparsam und nicht dauerhaft verwenden. Lies vor der ersten Verwendung die Hinweise, Weidenrinde ist nicht für jeden geeignet.</p>

<p><strong>Mit Zitrus gerundet:</strong> Den Sud mit einer Scheibe Zitrone und etwas Honig servieren, das mildert die herbe Note.</p>
<p><strong>Rindenmischung:</strong> Mit Ulmenrinde und Birkenblättern zu einer eigenen Mischung kombinieren.</p>

<p>Weidenrinde enthält von Natur aus Salicylate. Nicht geeignet bei Überempfindlichkeit gegen Schmerzmittel dieser Gruppe, in der Schwangerschaft und für Kinder.</p>

Salix alba L. (Salicis cortex conc.)

  • Silberweide
  • Weiße Weide
  • Falber
  • Fieberweide
  • Kamprinde
  • Knackrinde

Kühl und trocken lagern. Am besten licht- und luftgeschützt in geeigneten Behältern wie Dosen oder dunklen Gläsern.

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