Wacholderbeeren ganz

Wacholderbeeren ganz

pfeffrig-würzig
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Beschreibung

Der Gemeine Wacholder ist ein Zypressengewächs und einer der wenigen heimischen Nadelbäume neben Kiefer, Fichte und Eibe. Er wächst als Strauch oder schlanke Säule auf Heiden, Magerrasen und Waldrändern und kann mehrere hundert Jahre alt werden. Die Lüneburger Heide verdankt ihm ihr charakteristisches Bild.

Was wie eine Beere aussieht, ist botanisch ein Beerenzapfen: Die Schuppen des Zapfens verwachsen fleischig miteinander. Zwei bis drei Jahre braucht er bis zur Reife, weshalb an einem Strauch gleichzeitig grüne und blauschwarze Zapfen hängen.

Volksnamen wie Machandelbaum, Kranewitt, Reckholder, Weihrauchbaum und Feuerbaum zeigen, wie tief der Wacholder im Brauchtum verankert war. Sein Aroma ist harzig-würzig mit kiefernartiger Frische und einer leicht süßlichen, pfeffrigen Note. Er gehört zu Wild, Sauerkraut, Kohl, Schmorgerichten, Beize und Gin. Ganze Beerenzapfen behalten ihr ätherisches Öl am längsten.

<p><strong>Verwendung:</strong> Die Beeren vor dem Einsatz mit dem Messerrücken andrücken oder im Mörser anstoßen, sonst geben sie kaum etwas ab. In Schmorgerichten von Anfang an mitkochen und vor dem Servieren entfernen.</p>
<p><strong>Dosierung:</strong> Sparsam. Fünf bis sechs Beeren reichen für ein ganzes Gericht, zu viele machen es harzig und bitter.</p>

<p><strong>Sauerkraut:</strong> Fünf bis sechs angedrückte Beeren mit Lorbeer ins Kraut geben und mitschmoren.</p>
<p><strong>Wildbeize:</strong> Mit Rotwein, Lorbeer, Pfefferkörnern und Zwiebel ansetzen und das Fleisch darin ziehen lassen.</p>
<p><strong>Gravad Lachs:</strong> Angedrückte Beeren mit Salz, Zucker und Dill zur Beize für Lachs verarbeiten.</p>

Juniperus communis L. (Juniperi pseudo-fructus tot.)

  • Machandelbaum
  • Kranewittbaum
  • Reckholder
  • Weihrauchbaum
  • Feuerbaum
  • Krammetsbeere

Kühl und trocken lagern. Am besten licht- und luftgeschützt in geeigneten Behältern wie schönen Dosen oder dunklen Gewürzgläsern.

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