Löwenzahnkraut mit Wurzel gemahlen

herb und erdig
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Beschreibung

Der Löwenzahn wächst überall: auf Wiesen, an Wegrändern und aus den schmalsten Asphaltritzen heraus. Möglich macht das seine kräftige Pfahlwurzel, die tief in den Boden reicht und aus der die Pflanze selbst dann wieder austreibt, wenn oben alles abgemäht ist. Schon im Mittelalter wurde sie in Klostergärten geschätzt.

Seinen Namen verdankt er den zahnartigen Zacken an den Blatträndern. Volksnamen wie Butterblume, Kuhblume, Kettenblume und Pusteblume beschreiben ihn aus allen Blickwinkeln, vom gelben Blütenkorb bis zum Fruchtstand, den Kinder wegpusten.

Kraut und Wurzel zusammen ergeben ein deutlich kräftigeres Bild als das Kraut allein: Die Blätter schmecken herb-grün, die Wurzel bringt eine erdige, geröstete Note dazu. Insgesamt ist der Aufguss ausgeprägt bitter. In der Küche sind junge Blätter ein klassischer Frühlingssalat, die geröstete Wurzel ein alter Kaffeeersatz. Gemahlen lässt sich beides fein dosieren und in Mischungen verteilen.

<p><strong>Zubereitung als Tee:</strong> Einen knappen Teelöffel Pulver mit kochendem Wasser übergießen, fünf bis acht Minuten zugedeckt ziehen lassen und durch einen feinen Filter abgießen.</p>
<p><strong>Dosierung:</strong> Gemahlen zieht die Mischung deutlich schneller und bitterer aus als geschnittene Ware. Entsprechend sparsamer dosieren.</p>

<p><strong>Bitterer Würzstaub:</strong> Mit grobem Meersalz und Pfeffer mischen und über Kartoffeln, Eier oder Ofengemüse streuen.</p>
<p><strong>Bittermischung:</strong> Mit gemahlener Wegwarte und Fenchel zu einer eigenen herben Mischung kombinieren.</p>
<p><strong>Röstnote:</strong> Das Pulver in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, dann tritt die malzige Wurzelnote hervor.</p>

Taraxacum officinale F.H.Wigg. (Taraxaci herba cum radice pulv.)

  • Butterblume
  • Gemeine Kuhblume
  • Pusteblume
  • Kettenblume
  • Pfaffendistel
  • Pferdeblume

Kühl, trocken und vor Licht geschützt lagern. Am besten luftdicht in einer Dose oder einem dunklen Glas aufbewahren.

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