Gänsefingerkraut geschnitten

das silbrige Wegkraut
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Beschreibung

Das Gänsefingerkraut ist an seinen Blättern unverwechselbar: gefiedert, gezähnt und auf der Unterseite dicht silberweiß behaart. Bei Wind kippen ganze Bestände um und werden schlagartig silbrig – ein Anblick, dem die Pflanze den Namen Silberkraut verdankt.

Es wächst auf feuchten Wegrändern, Viehweiden, an Ufern und auf Trittrasen und breitet sich über lange oberirdische Ausläufer aus. Der deutsche Name kommt von den Standorten: Wo Gänse weideten, war es besonders häufig.

Botanisch gehört es zu den Rosengewächsen und ist damit mit Erdbeere, Frauenmantel und Blutwurz verwandt. Wie diese ist es sehr gerbstoffreich.

In Schottland und Irland wurden die stärkehaltigen Wurzeln in Notzeiten gesammelt und wie Kartoffeln zubereitet – lange bevor die Kartoffel dort ankam.

<p><strong>Als Tee:</strong> Ein bis zwei Teelöffel mit 250 ml heißem Wasser übergießen, zugedeckt fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.</p>
<p><strong>Zum Geschmack:</strong> Deutlich herb mit ausgeprägter Gerbstoffnote. Gut kombinieren lässt sich das Kraut mit Zitronenmelisse, Pfefferminze oder Ringelblumenblüten.</p>
<p><strong>Ziehzeit beachten:</strong> Längeres Ziehen macht den Aufguss deutlich adstringierender.</p>
<p><strong>In Mischungen:</strong> Gänsefingerkraut passt zu Frauenmantel, Schafgarbe und Brombeerblättern.</p>

<p><strong>Kräutermischung:</strong> Zwei Teile Gänsefingerkraut, ein Teil Frauenmantelkraut und ein Teil Zitronenmelisse mischen. Zwei Teelöffel pro Tasse, acht Minuten ziehen lassen.</p>
<p><strong>Milder Aufguss:</strong> Gänsefingerkraut mit Pfefferminze zu gleichen Teilen mischen – die Minze nimmt der Gerbstoffnote die Schärfe.</p>

<p>Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Rosengewächsen sollte auf die Verwendung verzichtet werden.</p>
<p>Gänsefingerkraut ist gerbstoffreich. Bei empfindlichem Magen kann das Beschwerden auslösen; bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln empfiehlt sich ein zeitlicher Abstand von ein bis zwei Stunden.</p>
<p>In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor; in diesen Fällen sollte die Verwendung vorsorglich mit einer fachkundigen Person abgeklärt werden.</p>

Potentilla anserina L. (Anserinae herba conc.)

  • Gänsefingerkraut
  • Anserine
  • Gänserich
  • Silberkraut
  • Krampfkraut
  • Martinshand
  • Grensing

Kühl und trocken lagern. Am besten licht- und luftgeschützt in geeigneten Behältern wie Dosen oder dunklen Gläsern.

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