Berberitzenrinde geschnitten

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Beschreibung

Die Gewöhnliche Berberitze ist ein dorniger Strauch, der in ganz Europa an Waldrändern, Trockenhängen und in Hecken wächst. Während ihre roten Früchte als Zereschk in der persischen Küche geschätzt werden, unterscheidet sich die Rinde grundlegend von ihnen.

Schneidet man einen Zweig an, fällt sofort die leuchtend gelbe Färbung des Holzes und der inneren Rinde auf. Sie stammt vom Berberin, einem Alkaloid, das in der gesamten Pflanze außer in den Früchten vorkommt.

Genau dieser Farbstoff machte die Berberitze über Jahrhunderte für Färber interessant: Mit Berberitzenrinde ließen sich Wolle, Leder und Holz in kräftigen Gelbtönen färben. In Osteuropa war das bis ins 19. Jahrhundert ein eigener Handelszweig.

In der überlieferten europäischen Drogenkunde hatte die Rinde ihren festen Platz. Wegen ihres Alkaloidgehalts ist sie heute jedoch kein Küchen- oder Teekraut.

<p>Berberitzenrinde ist eine alkaloidhaltige Droge und keine Zutat für Speisen oder Aufgüsse.</p>
<p>Wir führen sie für Sammler und für die Verwendung in Färbeprojekten</p>
<p><strong>Zum Färben:</strong> Die geschnittene Rinde wird über mehrere Stunden ausgekocht; der gelbe Sud dient als Färbebad für Wolle und andere Naturfasern. Für die Farbausbeute wird meist mit Alaun gebeizt.</p>

<p><strong>Berberitzenrinde ist nicht für die Zubereitung von Speisen oder Tees geeignet.</strong></p>
<p>Die Rinde enthält Alkaloide, hauptsächlich Berberin. Bei Überdosierung kann es zu Benommenheit, Atembeschwerden, Nasenbluten, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie Haut- und Augenreizungen kommen; auch eine Hemmung der Herztätigkeit wurde beobachtet.</p>
<p>In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Säuglingen und Kindern darf Berberitzenrinde nicht verwendet werden. Berberin kann bei Neugeborenen schwerwiegende Reaktionen auslösen.</p>
<p>Wer regelmäßig Arzneimittel einnimmt, sollte auf die Verwendung verzichten – Berberin kann den Abbau zahlreicher Wirkstoffe beeinflussen.</p>
<p>Bitte getrennt von Lebensmitteln und Teekräutern lagern, deutlich beschriftet und für Kinder unzugänglich.</p>

Berberis vulgaris L. (Berberidis cortex conc.)

  • Gewöhnliche Berberitze
  • Sauerdorn
  • Bubenstrauch
  • Dreidorn
  • Essigscharf
  • Spießdorn

Kühl, trocken und gut verschlossen lagern, deutlich beschriftet und getrennt von Lebensmitteln und Teekräutern. Vor Licht schützen.

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