Angelikawurzel geschnitten

Angelikawurzel geschnitten

herb-würzig & moschusartig
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Beschreibung

Die Echte Engelwurz ist eine stattliche Pflanze: Sie wird bis zu zwei Meter hoch, trägt hohle, kräftige Stängel und große kugelige Blütendolden. Beheimatet ist sie in Nordeuropa, auf Island und in Grönland, wo sie an Bachufern, in feuchten Wiesen und Bergtälern wächst.

Verwendet wird die dicke, fleischige Wurzel, die im Herbst geerntet wird. Ihr Duft ist unverwechselbar: herb, holzig, mit einer moschusartigen Tiefe.

Kaum eine Pflanze trägt so viele Engelsnamen. Der Überlieferung nach soll ein Erzengel sie den Menschen während einer Pestzeit gezeigt haben; daher Angelica, Erzengelwurz und Heiliggeistwurzel. In Skandinavien war sie über Jahrhunderte eine der wichtigsten Kulturpflanzen überhaupt und stand auf Island bereits im Mittelalter unter rechtlichem Schutz.

Bis heute prägt ihr Aroma zahlreiche Kräuterliköre – Chartreuse und Bénédictine sind ohne Angelika nicht denkbar.

<p><strong>Als Tee:</strong> Wurzelmaterial gibt seine Inhaltsstoffe langsam ab. Einen halben bis ganzen Teelöffel mit 250 ml kaltem Wasser ansetzen, aufkochen und zehn Minuten leise köcheln lassen, dann abseihen.</p>
<p><strong>Für Kräuterbitter:</strong> Angelikawurzel ist eine der klassischen Ansatzkomponenten. Zwei Esslöffel mit 500 ml Alkohol übergießen und vier Wochen dunkel ziehen lassen.</p>
<p><strong>Als Gewürz:</strong> In sehr kleinen Mengen in Schmorgerichten und Wildsaucen.</p>
<p><strong>Als Räucherwerk:</strong> Eine kleine Prise auf durchgeglühter Kohle.</p>
<p><strong>Dosierung:</strong> Sparsam bleiben. Angelikawurzel ist bitter und würzig zugleich und dominiert Mischungen schnell.</p>

<p><strong>Kräuterbitter-Ansatz:</strong> Zwei Esslöffel Angelikawurzel, einen Teelöffel Enzianwurzel und etwas Orangenschale mit 500 ml Doppelkorn übergießen, vier Wochen dunkel ziehen lassen, gelegentlich schütteln und abfiltern.</p>
<p><strong>Wurzelmischung:</strong> Angelikawurzel und Alantwurzel zu gleichen Teilen, dazu zwei Teile Anis – als Abkochung zubereiten.</p>

<p>Angelika gehört zu den Doldenblütlern und enthält Furocumarine, die die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht erhöhen können. Während der Anwendung sollten intensive Sonnenbestrahlung und Solarienbesuche gemieden werden; nach dem Umgang mit der Wurzel die Hände waschen.</p>
<p>Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Doldenblütlern (Sellerie, Fenchel, Anis, Karotte) sollte auf die Verwendung verzichtet werden.</p>
<p>In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern sollte auf die innerliche Anwendung verzichtet werden. Wer regelmäßig Arzneimittel einnimmt, klärt die Verwendung am besten vorab mit Ärztin, Arzt oder Apotheke ab.</p>

Angelica archangelica L. (Angelicae radix conc.)

  • Echte Engelwurz
  • Arznei-Engelwurz
  • Brustwurz
  • Erzengelwurz
  • Heiliggeistwurzel
  • Theriakwurzel

Kühl und trocken lagern. Am besten licht- und luftgeschützt in geeigneten Behältern wie Dosen oder dunklen Gläsern.

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